Ja zur heimischen Landwirtschaft!

Das von der SPD geführte Bundesumweltministerium hat eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes vorgeschlagen. Trotz der inzwischen erfolgten Nachbesserungen stellen die beabsichtigten Verbote und Auflagen weiterhin eine Existenzbedrohung für unsere heimischen Landwirte dar. Der Gesetzesentwurf beinhaltet massive Eingriffe in die Eigentumsrechte. Das Verbot von Pflanzenschutz- und Düngungsmaßnahmen bedeutet letztlich ein Bewirtschaftungsverbot und führt zwangsläufig zu einem Wertverlust der Flächen. Insektenschutz darf nicht bedeuten, dass in der Folge unsere landwirtschaftlichen Familienbetriebe aussterben! Verbote sind daher nicht zielführend – vielmehr ist Kooperation auf Augenhöhe gefragt .Insektenschutz geht nur gemeinsam mit der Landwirtschaft – dadurch bedingte Ertragsausfälle müssen 1 zu 1 ausgeglichen werden. In der aktuell geführten Debatte fehlen Aussagen darüber, wie künftig der bundesdeutsche Bedarf an der Lebensmittelversorgung gedeckt werden soll, wenn immer mehr Flächen aus der Bewirtschaftung genommen werden bzw. deren Nutzung stark eingeschränkt wird. So hat sich der Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln in Deutschland in den Jahren 1990/91 bis 2018/19 von ursprünglich 98 auf nur noch 89%* verringert. *Quelle: statista.com. Insektenschutz darf nicht bedeuten, dass steigende Unterversorgung im eigenen Land Nahrungsmittelimporte aus Ländern erforderlich machen, die unter weniger hohen Umweltstandards produziert wurden. Nicht haltbar ist das teilweise bestehende Klischee, die Landwirtschaft wäre originär Verursacher des Insektenrückgangs. Zur Wahrheit gehört auch, dass sich hier in einem nicht unerheblichen Teil die Folgen des Wohlstandslebens zeigen. „Nein“ zum Insektenschutzgesetz in der vorliegenden Form und „JA“ zur heimischen Landwirtschaft!